Zwiebelkuchen

  Und das im Frühjahr, geht dass ?

IMG_1640-BearbeitetIch hatte jede Menge geschälte Zwiebeln übrig, die ich irgendwie verarbeiten musste. Aber mir sind nicht viele Gerichte eingefallen, die bis zu 1 Kilo Zwiebeln vertragen außer einem  Zwiebelkuchen. Und deshalb gibt es eben Zwiebelkuchen im Frühjahr. Und dass mit einem Hefeteig aus Dinkel und Roggenmehl. Der Hobbybäcker vom Ferienhaus Route 5 hat uns eine Kostprobe seiner Pizza vorbei gebracht, bei der er 25 % Roggenvollkornmehl eingesetzt hat. Und das war so überzeugend, dass ich das auch gleich ausprobiert habe. Zuerst mit dem Zwiebelkuchen, dann mit einer Pizza.

Ich habe im Laufe der Jahre viele Rezepte ausprobiert, und mich auf eine bestimmte Art eingeschossen, die ich selten ändere, wenngleich die Zutatenmengen durchaus variieren. Basis sind Zwiebeln, Speck, Sahne, Ei und Kümmel. In welchem Mischungsverhältnis ist Geschmacksache, aber was ich meinen Zwiebeln immer angedeihen lasse, ist eine Schwitzkur in der Pfanne, gerne auch mit Röstaromen. Für mich bildet sich das Zwiebelaroma am besten heraus, wenn die Zwiebel angebraten wird und eine ganze Weile vor sich hin köchelt (ganz ohne zusätzliche Flüssigkeit, versteht sich). Sie wird zart und mega aromatisch, aber nicht stechend und beißend, wie so manche Zwiebel nun mal ist.

 …

So habe ich den Teig angesetzt

750 g D630
250 g Roggenvollkornmehl
650 ml Wasser
20 g Salz
10 g Hefe
50 g Schmalz

alle Zutaten vermischen und 7 Minuten langsam kneten. Anschließend nochmal 4 Minuten schnell auskneten

Dein Teig aus der Schüssel heben und für 60 Minuten ruhen lassen

Dann den Teig ausrollen und in eine gefettete Springform geben

Ich habe den halben Teig für den Zwiebelkuchen verwendet

So habe ich die Zwiebelmasse angesetzt

800 g Zwiebeln
200 g Lauch
200 g Speck
3 Eier
200 g Sahne
Teelöffel Kümmel
Salz / Pfeffer

Die Zwiebeln in feine Ringe schneiden und in der Pfanne bei milder Hitze und wenig Öl 10 – 15 Minuten langsam vor sich hin braten. Zwischendurch die Zwiebelmasse wenden.

Dann den Lauch zugeben und nochmal 5 Minuten alles köcheln lassen.

Die Masse gut abkühlen lassen.

Dann die Eier, den fein gewürfelten Speck, die Sahne und die Gewürze unter den Zwiebeln verrühren und auf dem ausgerollten Teig verteilen.

Dann die Form mit dem Zwiebelkuchen in den auf 195°C vorgeheizten Backofen stellen und für 35 Minuten backen

Guten Appetit

IMG_1570-Bearbeitet-BearbeitetDie zweite Hälfte des Teiges habe ich ausgerollt und wie eine Pizza belegt. Das war mega lecker, und hat mich an eine sardische Pizza erinnert, die ich mal bei einem Italiener gegessen habe, die aus Brotteig gemacht wurde.

Belegt habe ich die Pizza klassisch mit Tomatensoße, Mozzarella, Emmentaler, einer italienischen Salami, Paprika, Chili und Oliven. Zum Schluss noch ein paar Basilikumblätter oben drauf.

Fazit des dunklen Teiges aus Erlenbach ist, dass das eine durchaus gelungene Variante ist, die richtig viel Spaß macht, wenn man sich darauf einlässt

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